Die Theater

Raimund Theater und Ronacher

Eine weitblickende Programmierung und zielsichere Vermarktung ermöglichen zwei so historisch bedeutsame Häuser wie das Raimund Theater und das 2008 funktionssanierte Ronacher mit zeitgemäßen Long-Run-Musicalproduktionen erfolgreich zu bespielen. Dabei legen die VBW Wert, der Wiener Tradition, deutschsprachige, österreichische oder sogar europäische Erstaufführungen auf die Bühne zu bringen, treu zu bleiben.

 

Raimund Theater

Wiens erste Musicalbühne

Raimund Theater 1280x680 ©VBW / Rupert Steiner

Von der Sprechbühne zum Musiktheater

Wo heute spektakuläre Musicalproduktionen mit fantastischem Kulissenbau, fesselnden Choreographien und gefeierten Stars über die Bühnen gehen, entdeckten einst Wiener Publikumslieblinge wie Paula Wessely und Attila Hörbiger die Bretter, die die Welt bedeuten. 1893 als Vorstadt-Theater für einen weiten Besucherkreis, vor allem aus den „unteren Volksschichten“, gegründet, beherbergte das Haus zunächst Sprechstücke, ab 1908 jedoch zunehmend Operetten, die aufgrund ihres durchschlagenden Erfolges oft monatelang ensuite gespielt wurden.

Der Erfolg der Operettenproduktionen hielt nicht zuletzt aufgrund eines Staraufgebots à la Marika Rökk, Zarah Leander und Johannes Heesters bis in die 1970er an. Erst ab 1976 fanden sich vereinzelte Musicals auf dem Spielplan des RAIMUND THEATER. Der wahre Musical-Siegeszug des legendären Hauses begann jedoch nach der Generalsanierung Mitte der 1980er Jahre und der Eingliederung in die VBW. 1987 hielt mit A CHORUS LINE erstmals eine große Broadway-Show Einzug und legte den Grundstein für den Aufstieg des RAIMUND THEATER zur ersten Adresse für Musical im großen Stile.

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Ronacher

Wiens neueste Musicalbühne

Ronacher 1280x680 ©VBW / Rupert Steiner

Historische Bausubstanz trifft modernste Technologie

1872 als „Wiener Stadttheater“ gegründet, sollte das RONACHER eine veritable Alternative zu den kaiserlichen Hoftheatern darstellen und ein vorwiegend bürgerliches Publikum ansprechen. Das Schicksal wollte es anders: Wenige Jahre nach seiner Eröffnung wurde das Haus ein Raub der Flammen. 1886 baute ein gewisser Anton Ronacher die Brandruine wieder auf und ließ das Haus bis in die 1930er-Jahre als klassisches Variété-Theater bespielen.

Auf der Bühne: eine illustre Künstlerschar von Akrobaten bis Zauberern, und mitten unter ihnen Josephine Baker, die dem RONACHER 1932 die Ehre gab. Nach dem Krieg erfüllte das Theater seine ursprüngliche Bestimmung und ersetzte das zerstörte Burgtheater, 1960 übernahm der ORF das Haus als Studio- und Bühnenraum.

Nach vielen wetterwendischen Jahren, in denen das RONACHER nach und nach in Vergessenheit geriet, erweckten es die VBW 1987 mit dem Spielortwechsel der Erfolgsproduktion CATS zu neuem Leben. Auf eine sanfte Renovierung 1993 folgte eine umfassende Funktionssanierung (2005 bis 2008). Heute präsentiert sich das RONACHER, technisch auf dem neuesten Stand, als attraktive Bühne für urbanes Musiktheater.

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